Über mich

Künstlerischer Werdegang

Die dekorativen Porzellanfiguren bei mir zu Hause waren in der Kindheit meine Puppen, die habe ich als Kind bereits als kleine, faszinierende Skulpturen geschätzt. Meine erste eigene Skulptur habe ich aus Plastilin auf eine Cola-Flasche modelliert, es wurde eine Prinzessin des fünfzehnten Jahrhunderts. Meine Phantasie war schon in der Kindheit ohne Grenzen, mit gehäkelten Untersetzern und Bleistiften habe ich mir Tänzerinnen geschaffen.

Meine Plastiken, Skulpturen und Reliefs sind durch die Länder beeinflusst worden, in denen ich gelebt habe und von den Emotionen und Erlebnissen, die ich dort hatte. Jede Skulptur und Plastik ist ein Teil von mir. Die meisten meiner Bronze-Skulpturen habe ich in Deutschland gießen lassen, in dieser Zeit habe ich bei Professor Lothar Kampmann am Kunstlabor der Universität Dortmund gearbeitet und durfte dabei vieles von ihm lernen.

Drei der damals entstandenen Skulpturen gingen leider verloren, die erste war „Die geflügelte Frau“. Zum Glück hatte ich drei Exemplare davon gießen lassen, die alle auch verkauft wurden.

In dieser Plastik war viel von mir selbst in dieser Zeit, sie hatte Flügel, wollte fliegen, konnte es aber letztlich nicht, da sie eine viel zu schwere Last zu tragen hatte…
Die Skulptur wurde bei einem Einbruch und Raub aus dem Haus des Käufers mitgenommen.

Die zweite Skulptur wurde in einer Galerie in Panama entwendet. Diese Plastik war leider ein Einzelstück – ich nannte sie „Die Denkende“. Eigentlich war die Name nicht wirklich korrekt, die Figur war eher traurig und machtlos – so wie ich mich zu dieser Zeit oft gefühlt habe.

Die dritte Skulptur aus Silber war ebenfalls ein Unikat, von dieser Plastik blieb mir nur eine Fotografie. Diese Figur war bei mir zu Hause und verkörperte, was ich einmal als Kind sein wollte, eine Ballerina, einfach schön und ästhetisch. Wo sie geblieben ist? Wer sie mitgenommen hat? Weiß ich nicht, irgendwann habe ich sie vermisst und nie wieder gefunden.

In meiner Zeit in Panama habe ich viele neue Eindrücke gesammelt, ausgestellt was ich schon hatte. Ein größerer Auftrag – ein großer Torso aus Bronze – brachte viele Komplikationen, denn in ganz Panama fand sich kaum eine professionelle Gießerei und die wenigen, die es gab, waren extrem teuer, praktisch unbezahlbar. Mir blieb nur der Weg, den Torso in einer sehr einfachen Gießerei herstellen zu lassen. Aber mein Kunde war mit dem Endergebnis sehr zufrieden, so sehr, dass er der Plastik den Name „Leticia“ gab.

Künstlername Cota

Meinen Künstlernamen verdanke ich meiner älteren Schwester, die mich als sehr kleines Mädchen schon „Cota“ genannt hat. Sie war nicht sehr viel älter als ich und sie wollte mich eigentlich „Chiquita grandota“ nennen, was auf deutsch etwa „kleines Mädchen ganz groß“ bedeutet. Heraus kam dann aber einfach nur „Cota“ und so hat meine Verwandtschaft diesen Namen einfach übernommen und ich wurde Cota genannt.